© Nihad Nino Pušija

Name: Sophia B.
Muttersprache: deutsch
Beruf: Diplom-Sozialwissenschaftlerin
Bezeichnung des Gegenstands: Krug
Meine Geschichte dazu:

Als ich an einem schönen Sommerabend entkräftet in Pécs ankam und einen charmanten älteren Herrn vor dem Bahnhof nach einer Jugendherberge fragte, geriet er in Schwierigkeiten. Er lief auf dem Platz auf und ab, fragte die, fragte den, nahm Rücksicht auf meinen eher zart anmutenden Geldbeutel und wagte es nicht, mir ein Hotel zu empfehlen. Da die Sonne allmählich dem Mond wich, aber noch immer keine Jugendherberge ausgemacht werden konnte, fasste er sich schließlich ein Herz und lud mich zu sich ein. Auch ich holte tief Luft und sagte zu. Wir verlebten einen wundervollen Abend, erst zusammen mit seiner Frau, dann wurden es immer mehr: der Sohn, die Tochter, der Schwiegersohn, die Enkelin. Auf den Tisch kamen voll gedeckte Teller, Becher, und aus Krügen flossen die Säfte und Wein. Diesen Krug habe ich am nächsten Tag in Pécs gekauft – er verkörpert für mich eine eindrückliche Erfahrung ungarischer Gastfreundschaft.