© Nihad Nino Pušija

Name: Elisabeth T.
Muttersprache: Deutsch
Beruf: Ethnologin
Bezeichnung des Gegenstandes: Umhängekorb
Meine Geschichte dazu:

Den Korb mit einem langen Lederriemen schenkte mir Wanjiru, eine ältere Frau aus dem Kikuyuland in Zentralkenia. Dort führte ich von 1986 bis 1987 eine ethnologische Feldforschung zum Thema ‚Frauen heiraten Frauen’ durch.
Körbe dieser Art werden in einer einfachen Flechttechnik hergestellt. Wanjiru hat mir diese Handarbeit beigebracht. In vorkolonialer Zeit verwendete man im Kikuyuland Pflanzenfasern für das Flechtgewebe; heute sind es bunte Plastikstreifen. Den Riemen legen die Frauen um ihre Stirn, so dass der mit Obst, Gemüse oder anderen Dingen gefüllte Korb auf ihrem Rücken liegt. Dies ist eine praktische Art, Lasten zu tragen.
Ich nehme diesen Umhängekorb oft mit, wenn ich zum Markt gehe, aber ich lege den Riemen des vollen Korbes um die Schulter, obwohl es unpraktisch ist, weil die entsprechende Körperhälfte stark belastet wird. Wenn mich Wanjiru so sähe, würde sie sagen „typisch Mũthungu!” (Europäer)